Etrusker 
 
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Religion

�ber Relegion und das religi�se Leber der Etrusker ist im Verh�ltnis zu anderen Gebieten des etruskischen Lebens relativ viel bekannt. Wie die gesamte Kultur und Zivilisation der Etrusker ist auch ihre Religion fest in die damalige Welt integriert. Kulturell und religi�s wurde diese Zeit von den Griechen dominiert. So ist es nicht verwunderlich, dass die G�tterwelt der Etrusker zahlreiche griechische Elemente aufweist.

Offenbarung

Die etruskische Religion ist wie das Christentum und der Islam eine Offenbarungsreligion und und unterschied sich damit deutlich von der damaligen griechischen Religion und auch der sich erst entwickelnden r�mischen Religion. Tarchon, ein Bauer der in Tarquinia lebte, soll beim Pfl�gen ein Wesen aus dem Erdboden erschienen sein, das den K�rper eines Kindes aber die Weisheit eines Kreises hatte. Dieses Wesen aus der Erde verk�ndete dem herbeigeeilten Menschen und dem K�nig die g�ttliche Offenbarung. Diese wurde aufgeschrieben und bildete den Grundstock der etruskischen Disziplin.

Disciplina etrusca

Die �berlieferung ("Bibel") der Etrusker wird von zahlreichen r�mischen Autoren beschrieben und als Disciplina etrusca (etruskische Diziplin) bezeichnet. Orignaltexte existieren nur fragmentarisch. Zentraler Bestandteil dieser �berlieferung, die von der etruskischen Priesterschaft streng geh�tet wurde standen die Schriften:

  • Blitzlehre (Libri fulgurales)

  • Opfer- oder Eingeweidenschau (Libri haruspicini)

  • Ritualb�cher (Libri rituales)

Auch die Interpretationen des Vogelfluges geh�rten ebenso wie die Blitzschau zu den h�ufig angewendeten Mitteln zur Erkundung des G�tterwillen. Auch in der griechischen und der r�mischen Religion galten Blitze als Zeichen der G�tter und man bezeichnete sie als "g�ttliches Licht". Daraus resultierte, dass man Einschlagsorte zu heiligen St�tten erkl�rte.

Allerdings schien der Glaube an diese g�ttlichen Zeichen zwischen R�mern und Etruskern unterschiedlich stark ausgepr�gt gewesen zu sein, wenn man Seneca glauben darf: "Der Unterschied zwischen uns und den Etruskern, deren h�chste Kenntnis in der Auslegung der Blitze liegt, ist folgender: Wir meinen, es entstehen Blitze, weil die Wolken zusammensto�en; jene aber glauben, die Wolken sto�en zusammen, damit Blitze entstehen. Da sie n�mlich alles auf die Gottheiten zur�ckf�hren, halten sie an dieser Meinung fest, als ob die Blitze nicht, weil sie stattfinden, ein Zeichen geben, sondern stattfinden, weil sie Zeichen sein sollen."

Die G�tter

Während sich die etruskische Religion mit ihrer Offenbarung deutlich von den griechischen und den römischen Religionslehren unterscheidet, gibt es bei den Göttergestalten selbst große Übereinstimmungen. Dies hängt natürlich mit der engen Verflechtung der etruskischen, griechischen und lateinischen Kultur bereits ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. zusammen.  Allerdings unterscheiden sich die Namen:


Etruskische Götter

Funktion

Griechischer Gott

Römischer Gott

Tinia (oder Tina)

Oberste etruskische Gottheit. Herrscher des Himmels, Gatte von Uni.

Zeus

Jupiter

Aplu
(auch Apulu)

Gewittergott, Gott der Blitze und des Donners.

Apollon

Apollo

Artumes
(auch Aritimi, Artumes, Artamas)

Göttin der Nacht, des Mondes und des Todes. Außerdem war sie die Göttin der Fauna und Flora und der Fruchtbarkeit.

Artemis

Diana

Fufluns
(Puphluns)

Gott des Pflanzenreichs, des Glücks, der Gesundheit und des allgemeinen Wachstums. Besonders wurde er in der nach ihm benannten etruskischen Stadt Fufluna (auch Populonia genannt) verehrt.

Dionysos

Bacchus

Laran

Gott des Krieges, der meist als nackter junger Mann mit Helm und Speer dargestellt wurde.

Ares

Mars

Menrva

Eine Göttin mit zahlreichen Verantwortungsfeldern: Weisheit, Krieg, Schule und Ausbildung, Kunst und Handels.

Athena

Minerva

Nethuns

Gott des Meeres und der Gewässer. Ursprünglich war er ein italischer Quell- und Wassergott (umbrisch bedeutet "nept" Nässe)

Poseidon

Neptun

Sethlans
(auch Velchans)

Gott des Feuers und der Eisenverhütung.

Hephaistos

Vulcanus

Turan

Göttin der Liebe und Lebenskraft. Tauben und schwarze Schwäne waren ihre heiligen Tiere. Dargestellt wurde sie meist als junges Mädchen oder junge Frau mit Flügeln. Sie war die Patronin der etruskischen Stadt Vulci.

Aphrodite

Venus

Turms

Götterbote und Gott des Handels und der Händler. Er wird meist mit Flügeln and den Schuhen und mit Botenhut dargestellt.

Hermes

Mercury

Tvath

Göttin der Auferstehung und Fruchtbarkeit

Demeter

Ceres

Uni

Oberste Göttin des etruskischen Pantheons. Gattin von Tinia und Mutter von Hercle. Zusammen mit Menrva und Tinia bildete sie die herrschende Triade über die etruskischen Götter.

Hera

Juno

 
© 2006 by Bernard Bychan